Löwen halten nichts von vegetarischer Ernährung. Sie wollen Fleisch – und das möglichst viel. Ein ausgewachsener Löwe kann bei einer Mahlzeit sogar bis zu 30 Kilogramm Fleisch verdrücken. So viel allerdings gibt es für die Lacey-Löwen nicht. Sie müssen ja im Gegensatz zu ihren Vettern in freier Wildbahn nicht davon ausgehen, dass nach einem gelungenen Beutezug drei, vier Fasttage folgen. Stattdessen werden sie an sechs Tagen in der Woche mit Portionen zwischen sechs und 12 Kilogramm gefüttert. Ein Tag ist jeweils Fastentag – auch Löwen müssen an die schlanke Linie denken.

Doch auch wenn sie mit Gemüsebeilage oder Kohlenhydraten nichts am Hut haben, schätzen sie Abwechslung auf ihrem Speiseplan. Dementsprechend sieht es in den Kühlwagen der Lacey-Brüder auch immer aus wie in einer gut sortierten Metzgerei: Rinderhälften hängen neben Hühnchenstapeln, in speziellen Behältern lagern ganze Rinderlebern und –herzen und jede Menge Pansen. In der immer perfekt sauberen Futterküche gibt es außerdem Säcke mit speziellem Mineral- und Vitaminpulver und Flaschen mit Lebertran – der ist nämlich wichtig für den Knochenbau. Eingekauft wird gleich tonnenweise.

Fütterung ist dann entweder frühmorgens oder abends nach der letzten Vorstellung. Und zum Füttern werden die Löwen separiert. Jeder hat sein eigenes Speiseabteil im Käfigwagen, in dem er ungestört seine Portion verzerren darf. So werden Streitereien vermieden und die Tierlehrer können jedem Löwen sein Futter individuell zuteilen.