Dass Tiger in der Natur Einzelgänger sind, liegt vermutlich an zwei Faktoren: Zum einen ist das Nahrungsangebot in ihrem natürlichen Habitat begrenzt, zum anderen würde es im Dschungel schlichtweg keinen Sinn machen, im Rudel zu jagen. Doch wie alle Katzen sind Tiger außerordentlich anpassungsfähig und durchaus auch als erwachsene Tiere zur sozialen Interaktion fähig. Sie haben es nämlich als Babys – Tigerinnen haben meist zwei, oft sogar drei Junge, die bis zu zwei Jahre mit der Mutter leben – gelernt und oft genug sind sogar junge Tiger gemeinsam mit einem Bruder oder einer Schwester unterwegs. Wenn das Nahrungsangebot ausreichend ist, leben Tiger gerne in der Gruppe. Obwohl Tiger, wie alle Katzen, viel Schlaf brauchen, sind sie aktiver als Löwen, was wohl dadurch verursacht wird, dass sie sich auch in der Wildnis bei ihren Beutezügen viel bewegen. Doch neben Schlafen ist Beobachten ihr liebster Zeitvertreib. Daher ist für die artgerechte Haltung von Tigern weniger die Größe des Geheges ausschlaggebend als die Unterhaltung, die ihnen darin geboten wird. Und ein Faktor darin ist Abwechslung – woran es den Lacey-Tigern nie fehlt. Sie müssen nicht das ganze Jahr die gleichen Wände und die gleiche Umgebung anschauen, sondern bekommen jede Woche etwas Neues geboten: Der Boden ändert sich, die Umgebung ist an jedem Spielort neu, die Dekoration wird jedes Mal neu aufgebaut, es riecht anders, es gibt andere Menschen zu beobachten. |
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