Obwohl Tiger intelligent und verspielt sind, stellen sie ihren Tierlehrer vor eine echte Herausforderung. Sie sind nämlich Individualisten und – typisch Katze – unabhängig und eigenwillig. Ein Tiger lässt sich nichts befehlen und nur dann zur Kooperation überreden, wenn er Lust dazu hat. Eine erfolgreiche Tigerdressur basiert darauf, dass die vierbeinigen Akteure Spaß daran haben und mitmachen wollen. Diese Motivation zu erhalten und täglich neu aufzubauen, ist der Job ihres Trainers. Im Fall von Alexander Laceys Tiger kommt noch eine zweite Herausforderung dazu: Er arbeitet mit einer gemischten Gruppe, in der Tiger und Löwen miteinander interagieren. Nun sind Tiger und Löwen grundsätzlich kompatibel (obwohl ihre Evolution seit Jahrtausenden getrennt stattgefunden hat, sind sie immer noch sogar genetisch kompatibel und können gekreuzt werden), aber das bedeutet nicht, dass ihre Zusammenarbeit immer unproblematisch ist. Löwen und Tiger zusammen zu bringen, erfordert nicht nur hohe Sensibilität von Seiten des Tierlehrers, sondern auch Beobachtungsgabe und Einfühlungsvermögen. Er muss allen Tieren und ihren unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht werden und kann nur dann seine Gruppe führen, wenn er seinen samtpfötigen Vierbeinern immer einen Schritt voraus ist. Alexander Laceys erfolgreiche gemischte Nummer ist mit viel Geduld aufgebaut, wird täglich aufs neue eingeprobt und funktioniert deswegen so hervorragend, weil er es schafft, täglich aufs Neue seinen Platz in der Hierarchie der Gruppe einzunehmen und zu bestätigen |
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