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Andere Kinder haben Meerschweinchen, doch Alexander Lacey ist mit großen Katzen aufgewachsen. Der am 2.November 1976 in Nottingham/England geborene Älteste von drei Brüdern ist nämlich der Sohn des Zoo- und Zirkusdirektors Martin Lacey Sr. und seiner Frau Susan Lacey. Während Vater Lacey in seinem Zoo und Zirkus Löwen züchtete, trainierte und vorführte, war Susan Lacey mit Löwen, Tigern und Leoparden im Zirkus zugange. Weil Familie Lacey Wert darauf legte, ihren Söhnen eine gute Ausbildung zu kommen zu lassen, musste der 11jährige Alex den Zirkus verlassen, um die nächsten Jahre als Internatsschüler an der Cordeaux Highschool in Lincolnshire zu verbringen. Obwohl er ein guter Schüler war, der sich vor allem in Biologie, Mathematik und Chemie hervor tat– die Fächer, mit denen er später seine A Levels, das englische Äquivalent zum deutschen Abitur, ablegte, und außerdem mit Enthusiasmus Rugby und Basketball spielte, zählte Alexander im Internat immer die Tage bis zu den nächsten Ferien. “Ich konnte es kaum abwarten, in den Ferien heim in den Zirkus zu kommen, um mit den Tieren – speziell den großen Katzen – zu helfen”, erinnert er sich heute. So war es für ihn klar, nach seinem Schulabschluss zum Zirkus zu gehen. Er fing bei seinem Vater an, wo er sich eine eigene Nummer mit Löwen und Tigern aufbaute. Damit machte er sich 1997, 21jährig, selbständig. Sein erstes Engagement führte ihn zu einem Zirkus nach Irland. Dort blieb sein Blick in der Zirkuskuppel hängen – an des Zirkusdirektors schöner Tochter Elaine, die als Trapezartistin arbeitete. Inzwischen ist Elaine Alexanders Frau und machte ihn 2003 zum stolzen Vater der Tochter Katharina. Beim Aufbau seiner eigenen Nummer kamen Alexander seine technische Begabung, die er schon in der Schule gezeigt hatte, sehr zugute. Er ist stolz darauf, sein ganzes Equipment nicht nur selbst entworfen, sondern auch selbst zusammen geschweißt zu haben. Seit einigen Jahren tourt er nun mit seinen Katzen durch Europa: Frankreich, Italien, Holland, Spanien, Belgien waren seine Stationen. In den letzten Jahren nun ist er mit dem Zirkus Charles Knie vorwiegend in Deutschland unterwegs. 2003 hat Alexander Lacey mit seiner Nummer den Silbernen Clown beim Zirkusfestival in Monte Carlo gewonnen. 2006 war er dann zusammen mit seinem Bruder Martin zum “Special der Besten” wieder in Monte Carlo eingeladen; 2010 gewann er den Chapiteau de Crystal Preis in Frankreich. Alexander ist inzwischen aber nicht nur als Raubtierdompteur bekannt und erfolgreich, sondern betätigt sich auch als Züchter. Er hat letztes Jahr sieben junge Löwen – Nachkommen seines Paschas Masai und dreien seiner Ladies – aufgezogen, dieses Jahr nun hat er ein Tigerbaby. Alexander Lacey hat nämlich vor, seine Nummer zu vergrößern und zu verbessern, in dem er selbstgezogene Raubkatzen einsetzt. “Tiere zu trainieren,” so sagt er, “ist die lohnendste Aufgabe, die ich mir vorstellen kann. Ich hoffe, ich kann noch viele, viele Jahre damit weitermachen. Ich bin sehr stolz darauf, dass Löwen und Tiger, die perfektesten Killermaschinen, die Mutter Natur entwickelt hat, mich als einen der ihren akzeptieren und mir erlauben, ihnen täglich nahe zu sein.” |
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